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Interview mit Johanna Benden

Die Liebe Johanna stellt sich heute unseren Fragen. In Leipzig habe ich sie zum ersten Mal getroffen und sie sofort ins Herz geschlossen. Schaut unbedingt vorbei, das solltet ihr nicht verpassen!

Vielleicht magst du dich kurz vorstellen?

Moin moin, Ihr Lieben!
Mein Name ist Johanna Benden. Vor neuneinhalb Jahren kam ich ganz zufällig zum Schreiben. Ursprünglich bin ich nämlich Naturwissenschaftlerin bzw. Programmiererin, also eher ein Zahlen- und Logik-Mensch. Daran, dass ich heute Vollzeitautorin bin, trägt Stephenie Meyer mit ihren Biss-Romanen die„Schuld“. Hach, was bin ich froh, dass mein Mann mir damals diese Vampirbücher geschenkt hat! Heute habe ich bereits acht Romane veröffentlicht und kann mir ein Leben ohne das Schreiben gar nicht mehr vorstellen.

Was ist das Schönste am Autor sein?

Das Schönste daran ist, dass ich voll und ganz in meinen Geschichten abtauchen kann. Ich verschmelze förmlich mit meinen Figuren und sehe die Welt durch deren Augen. Diesen Weg konsequent bis zum Ende zu gehen, ist immer wieder eine spannende Herausforderung für mich. So habe ich auch viel über mich selbst und meine eigenen Grenzen gelernt.

Ein zweiter Aspekt, den ich sehr genieße, ist der Kontakt zu meinen Lesern. Es ist wunderbar festzustellen, dass andere Leute meine verrückten Ideen genau so lieben wie ich. Böse Zungen behaupten, die Schriftstellerei würde einsam machen, aber das kann ich nicht bestätigen. Seit 2010 habe ich über meine Bücher so viele liebe Menschen kennengelernt! Aus einigen Begegnungen haben sich sogar echte Freundschaften entwickelt, die bis heute halten. <3

Gibt es ein Genre, an das du dich schreibtechnisch nie heranwagen würdest?

Strickanleitungen für Socken – da kriege ich schon beim Ausprobieren einen Knoten ins Hirn. 😉
Aber mal im Ernst: Vor historischen Romanen habe ich großen Respekt. Damit so etwas wirklich Hand und Fuß hat, ist ein enormes Wissen über die entsprechende Zeit notwendig. Wie schnell und grundlegend sich die Welt wandelt, wird deutlich, wenn man sich alte Filme anschaut und z. B. das Rollenbild von Frau und Mann vor 30 Jahren unter die Lupe nimmt… Wie viel heftiger müssen die Unterschiede sein, falls man 200 Jahre oder mehr in die Vergangenheit blickt? Daran wage ich mich tatsächlich nicht.

Was gehört für dich beim Schreiben einfach dazu?

Ruhe. Ich schreibe am liebsten, wenn ich ganz allein im Haus bin. Leise Musik, ein Becher Kaffee zum Warmwerden und danach Wasser und Tee – mehr braucht es nicht :D. (Naja gut, am Ende eines jeden Buches steigt mein Schokokonsum exponentiell an. Grins)

Gibt es bei dir ein Ritual vor jeder Veröffentlichung?

Hmm. Ein Ritual habe ich eigentlich nicht. Aber sobald ich auf den Veröffentlichen-Button geklickt habe, stoße ich gern mit meiner Testleserin Gabriela aus der Schweiz an. Jeder macht einen Sekt auf und wir treffen uns im Video-Chat. 😀 <3

Die meiste Zeit dieses Jahres ist bereits verstrichen. Was war für dich dein schönstes Erlebnis dieses Jahr?
Ein echtes Highlight für mich war die Buchmesse in Leipzig. Hach, ich habe dort so viele liebe Buchverrückte getroffen – einfach toll und ein echter Motivationsschub!

Ein weiteres schönes Erlebnis für mich als Autorin war die Veröffentlichung von„Salz im Wind“ im Mai. Mit diesem Roman habe ich zum ersten Mal das Fantasy- Genre verlassen. Hach, war das eine Aufregung! Ich habe echt gezittert, wie meine „vegane“ Geschichte (also drachen- und magiefrei 😉 ) bei meinen Lesern ankommen würde. Zum Glück lief alles prima. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an meine Nebelsphäre-Fans, die mir und Anna nach Glückstadt gefolgt sind. <3 Ihr seid die Besten! <3

So ganz unter uns 😉 gibt es Pläne für die Zukunft? Was erwartet uns neues aus deiner Feder?

Aktuell schreibe ich an den letzten Kapiteln von Annas Geschichte. „Splitter imNebel“ wird noch vor Weihnachten erscheinen und schließt die beiden Glückstadt-Romane vorerst ab.
Danach werde ich eine neue Reihe aus der Nebelsphäre beginnen. Oh Mann! Ich kann es kaum erwarten, wieder mit meinen Drachen unterwegs zu sein, und tüftle schon jetzt an den Figuren und am Plot. Unsere Welt plus Magie, Drachen, Dämonen und ganz viel Zimt! Das alles ist für mich fast schon eine zweite Heimat geworden.

Passend dazu wird es demnächst das erste Hörbuch aus der Nebelsphäre geben. „Der Zauber des Phönix“ erscheint noch in diesem Jahr bei der Hörbuchmanufaktur Berlin.

Fragen, die vielleicht noch nie gestellt wurden 😉

Was ist dir persönlich wichtiger im Leben? Liebe oder Freundschaft?

Freundschaft – Liebe ist in meinen Augen nur eine besondere Facette davon, wenn auch die Schönste <3 😀 .

Was ist das Verrückteste, was du je unternommen hast?

Verrückt? Oha! Als Nerd und Nordlicht liegt mir das Verrückte nicht gerade imBlut… am Abend ohne Zähne zu putzen ins Bett gehen – das kommt mir schon ziemlich crazy vor – reicht, wenn das alle fünf Jahre ein Mal passiert. Grins.

Mal was ganz anderes: Wenn du als Tier wieder geboren werden könntest, welches Tier würdest du wählen?
Definitiv einen Drachen (und ja, es gibt sie wirklich 😉 hihi.) Ich wäre dann vermutlich ein chaotischer Weißer so wie Bill aus der Lübeck-Reihe.

Was sind deine Tipps, um den Herbst schöner zu gestalten?

  1. SpaziergängedurchrascheligesLaub
  2. Yogi-Tee und Zimtschnecken am Nachmittag (die gehen aber auch inanderen Jahreszeiten prima).
  3. KürbissuppemitvielIngwer,KarottenundSüßkartoffeln
  4. Aufsteigenden Morgennebel genießen (Wenn man genau hinsieht, kannman beobachten, wie sich darin jede Menge Fabelwesen tummeln – dasliebe ich!)
  5. Sich bei stürmischem Schietwetter auf dem Deich mit ausgebreitetenArmen gegen den Wind fallen lassen und darauf vertrauen, dass er einen trägt. Danach weiter mit Punkt 2 und/oder 3.

Dein Lieblingsgericht für den Herbst?

Kürbissuppe (siehe oben) – herrlich!

Noch mehr tolle Informationen findet ihr auf Johanna Bendens Homepage. Die Seite ist mit ganz viel Liebe gestaltet und immer einen Besuch wert <3

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